Praxistest · getestet im Juli 2017
Hudora Überländer im Praxistest
Der Hudora Überländer im eigenen Test: große Räder, 100 kg Zuladung, sehr ruhiger Lauf – aber keine Bremse. Mit Video, Fotos und ehrlichem Fazit.

Unser Urteil in Kürze
Der Überländer ist der Geländegänger unter unseren Testwagen: große Räder, breite Spur, 100 kg Zuladung und ein Lauf, der auf Waldweg und Sand ruhig bleibt. Dafür fehlen Bremse und serienmäßiges Dach, und mit 15 kg ist er in der Tragetasche kein Leichtgewicht.
Hat uns überzeugt
- Sehr ruhiger, leichter Lauf – auch auf Feldweg, Waldweg und Sand
- Große, pannensichere Räder und breite Hinterachse gegen Kippen
- 100 kg Zuladung, die höchste in unseren Tests
- Aufbau in unter fünf Minuten, Räder werden nur angesteckt
- Polsterbezüge abnehmbar und waschbar
Weniger gut
- Keine Bremse
- Sonnendach nur als Zubehör
- 15 kg Eigengewicht – die Tragetasche will getragen werden
Den Hudora Überländer haben wir im Juli 2017 getestet – zusammen mit dem Fuxtec CT500, im selben Garten und auf denselben Wegen. Das macht die beiden gut vergleichbar, und sie könnten kaum unterschiedlicher sein: Der Fuxtec ist ein kompakter Faltwagen mit Dach und Bremse, der Hudora ein langer, niedriger Wagen mit großen Rädern und Stahlrahmen.
Was Hudora verspricht
Laut Hersteller wiegt der Überländer 15 kg, trägt bis zu 100 kg, ist zusammengelegt 76 × 26 × 66 cm groß und hat „unplattbare“ Reifen. Kugellager sollen für leichten Lauf sorgen, die Lenkstange lässt sich in der Höhe verstellen. Zwei Anschnallgurte für Kinder und eine Tragetasche gehören zum Lieferumfang. Eine Bremse hat er nicht, ein Sonnenschutz ist als Zubehör erhältlich.
Aufbau: Räder anstecken, fertig
Aus dem Karton kommt ein zusammengelegtes Paket mit abgenommenen Rädern. Der Wagen wird aufgeklappt, die Räder werden auf die Achsen gesteckt und mit roten Verschlüssen gesichert – das geht ohne Werkzeug und ohne Kraft. Nach weniger als fünf Minuten stand der Wagen bei uns fahrbereit auf dem Rasen. Wie das aussieht, zeigt das Video weiter unten.
Die Verarbeitung hat uns überzeugt: keine losen Nähte, keine Löcher im Stoff, die Klemmen sitzen fest am Rahmen. Die Polster sind bequem, ihre Bezüge lassen sich per Reißverschluss abziehen und in der Waschmaschine waschen – bei Kindern im Wagen ein echter Vorteil.
Unterwegs: der ruhigste Lauf im Test
Hier spielt der Überländer seine Stärke aus. Er lässt sich auch voll beladen leicht ziehen, und das nicht nur auf Asphalt, sondern auch auf Feldweg, Waldweg und am Strand. Die großen Räder rollen über Unebenheiten, statt hängenzubleiben. Die breite Hinterachse macht ihn kippsicher, und die Deichsel lässt sich auch in engen Kurven gut kontrollieren.
Was fehlt, ist eine Bremse. Auf ebenem Boden ist das egal; an einem Hang, beim Ein- und Aussteigen von Kindern, muss man den Wagen festhalten oder quer stellen.
Verstauen und Tragen
Zusammengelegt passt der Überländer in die mitgelieferte Tasche. Mit 15 kg und 76 × 26 × 66 cm liegt er im Mittelfeld: Es gibt leichtere und kompaktere Faltwagen, aber auch deutlich schwerere. Im Kofferraum blieb neben ihm genug Platz für Gepäck. Über der Schulter getragen merkt man die 15 kg allerdings – für den Weg vom Parkplatz zum Strand geht das, für längere Strecken nicht.
Fazit
Der Hudora Überländer ist der richtige Wagen für alle, die viel und über unebene Wege transportieren: Wanderungen mit Kindern, Tage am Strand, Grillausflüge in den Wald. Sein Lauf ist der ruhigste in unseren Tests, die Zuladung die höchste. Wer dagegen Dach, Bremse und ein kleines Packmaß braucht, findet bei Fuxtec oder elvent die passendere Ausstattung.
Video abspielen: Hudora Überländer – Aufbau und AbbauAlle Fotos aus unserem Test
14 eigene Fotos – zum Vergrößern antippen.














