Praxistest · getestet im März 2020
elvent SmartCruiser, FamilyStar und WagonPro im Test
Drei faltbare Bollerwagen von elvent im eigenen Test: Aufbau, Sitzplätze, Federung, Zuladung laut Etikett – und welches Modell zu welcher Familie passt.

Unser Urteil in Kürze
Alle drei elvent-Wagen sind Kinder-Bollerwagen mit echten Sitzplätzen: Fünf-Punkt-Gurte, gefederte Räder, Dach und Feststellbremse. Der SmartCruiser ist der kompakte Einstieg, der FamilyStar der leichte Reisewagen mit Aluminiumgestell, der WagonPro der Viersitzer für große Familien. Wichtig: Das eingenähte Etikett erlaubt 70 kg – weniger als die 80 kg aus der Produktbeschreibung.
Hat uns überzeugt
- Echte Sitzplätze mit Fünf-Punkt-Gurten (2 bzw. 4)
- Gefederte Hinterachse, beim FamilyStar auch vorn
- Kleine Vorder-, große Hinterräder – wendig und komfortabel
- Feststellbremse per Fuß, Bezüge abnehmbar und waschbar
- FamilyStar mit 12,5 kg der leichteste Wagen in unseren Tests
Weniger gut
- Etikett im Wagen: 70 kg Zuladung, Beschreibung: 80 kg
- SmartCruiser mit 112 Litern eher knapp für Gepäck
- FamilyStar: Schuhfach stört auf einer Seite beim Schieben, Dach nicht ganz geschlossen
- WagonPro mit 18,6 kg schwer
Im März 2020 standen bei uns drei faltbare Bollerwagen von elvent im Garten: der kompakte SmartCruiser, der leichte FamilyStar und der große WagonPro. Alle drei sind vor allem für Kinder gebaut – mit Sitzen, Gurten und Federung – und unterscheiden sich in Größe, Gewicht und Ausstattung deutlich. Wir haben sie ausgepackt, aufgebaut, mit 75 kg beladen und auf verschiedenen Untergründen gezogen und geschoben.
Die drei Modelle auf einen Blick
- SmartCruiser – der kompakte Zweisitzer mit Stahlgestell, 112 Liter Innenraum, 15,4 kg. Für kleine Familien und kleine Kofferräume.
- FamilyStar – der Zweisitzer mit Aluminiumgestell, 154 Liter, nur 12,5 kg. Mit Kühltasche, Snackbar zwischen den Sitzen und Schiebegriffen auf beiden Seiten.
- WagonPro – der Viersitzer mit Stahlgestell, 214 Liter, 18,6 kg. Für große Familien und Tagesmütter.
Alle Daten stehen im Steckbrief oben nebeneinander.
Achtung, Zuladung: In der Produktbeschreibung nannte elvent für alle drei Modelle 80 kg. Das eingenähte Warnetikett im SmartCruiser und im WagonPro sagt dagegen: „Zuladung max. 70 kg“ – beim SmartCruiser höchstens 2 Kinder, beim WagonPro höchstens 4. Beide Etiketten sind in der Galerie fotografiert. Maßgeblich ist das Etikett am Produkt. Unsere Testbeladung von 75 kg lag damit über dieser Grenze; die Wagen haben sie ausgehalten, empfehlen können wir es trotzdem nicht.
Aufbau
Alle drei kommen in wenigen Teilen aus dem Karton: zusammengefalteter Korpus, Räder beziehungsweise Hinterachse, Dach. Der Aufbau ist bei allen gleich und selbsterklärend – ausklappen, bis das Gestell einrastet, Räder anstecken, Dach einhängen, Hecktasche einhaken. Das Anstecken der Räder geht ohne Kraftaufwand.
Beim SmartCruiser und beim WagonPro lassen sich Vorderräder und Hinterachse zum Verstauen wieder abnehmen; das spart im Kofferraum Platz. Der FamilyStar ist dank Aluminiumgestell spürbar leichter und lässt sich dadurch am einfachsten handhaben.
Sicherheit und Fahrkomfort
Alle Modelle haben Fünf-Punkt-Gurte an jedem Sitzplatz und eine Feststellbremse, die man bequem mit dem Fuß bedient. Die Vorderräder sind kleiner als die Hinterräder, was die Wagen wendig macht. Auf den verschiedenen Untergründen im Test fiel vor allem die gefederte Hinterachse positiv auf: Sie sorgt für einen sehr komfortablen Lauf – angenehm für Kinder, die darin sitzen. Der FamilyStar ist zusätzlich vorn gefedert. Auch die Zugstange ist bei allen gefedert.
Mit 75 kg beladen ließen sich alle drei auf den getesteten Untergründen noch gut ziehen und schieben.
Die Modelle im Detail
SmartCruiser
Der Einstieg in die Reihe. Stahlgestell, schwarzer Stoff mit roten Akzenten, zwei Sitzplätze, Hecktasche und extra Sitzpolster. Der Bezug ist mit Druckknöpfen befestigt, lässt sich abnehmen und waschen. Die Zugstange lässt sich verlängern; alternativ schiebt man am Griff mit Kunstleder-Ummantelung, der sich in Höhe und Neigung verstellen lässt. Schwäche: Mit 112 Litern ist der Innenraum der kleinste der drei – mit zwei Kindern bleibt wenig Platz für Gepäck.
FamilyStar
Der Wagen mit dem meisten Zubehör: Kühltasche an der Rückseite, eine Snackbar mit Becherhaltern zwischen den Sitzen, zwei einzelne Sonnendächer. Die Schiebegriffe aus Kunstleder sitzen auf beiden Seiten und lassen sich jeweils in Höhe und Winkel einstellen – im Test fanden wir das gerade für kleinere Menschen angenehmer. Mit 12,5 kg ist er der leichteste Wagen in all unseren Tests; zusammengeklappt misst er 52 × 36 × 90 cm und eignet sich damit auch für Flugreisen. Schwächen: Das integrierte Schuhfach stört auf einer der beiden Seiten beim Schieben, und die beiden Dächer schließen nicht ganz – bei Regen bleibt ein Spalt.
WagonPro
Das größte Modell: vier Sitzplätze mit Gurten, 214 Liter Innenraum, gepolsterte Sitz- und Rückenflächen und ein weicher Boden. Dach, Zugstange und Schiebegriff entsprechen dem SmartCruiser. Schwäche: 18,6 kg Eigengewicht – beim Einladen ins Auto merkt man das. Und bei vier Kindern ist die Etikett-Grenze von 70 kg schnell erreicht.
Welcher elvent-Wagen für wen?
- Ein oder zwei Kinder, kleiner Kofferraum: SmartCruiser.
- Zwei Kinder, viel unterwegs, auch im Urlaub oder mit dem Flugzeug: FamilyStar – leicht, kompakt und mit Kühltasche.
- Drei oder vier Kinder, Tagesmütter, Kita-Ausflüge: WagonPro, mit Blick auf die 70-kg-Grenze.
Fazit
Die elvent-Wagen sind durchdachte Kinder-Bollerwagen mit guter Verarbeitung, echten Gurten und einer Federung, die man spürt. Qualitativ gab es an keinem der drei etwas zu beanstanden. Den Unterschied machen Größe und Gewicht, nicht die Qualität. Einziger echter Kritikpunkt ist die Angabe zur Zuladung: 80 kg in der Beschreibung, 70 kg auf dem Etikett – wer den Wagen voll ausnutzen will, sollte sich an das Etikett halten.
Video abspielen: elvent SmartCruiser, WagonPro und FamilyStar im TestAlle Fotos aus unserem Test
50 eigene Fotos – zum Vergrößern antippen.


















































