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FaltbarerBollerwagen

Ratgeber

Woher kommt der Name Bollerwagen?

Warum heißt der Bollerwagen Bollerwagen? Die Antwort liegt im Kopfsteinpflaster – plus die vielen anderen Namen, die er in Deutschland trägt.

Von Christoph MeyerÜberarbeitet am 25. September 2026

Hudora Überländer im Garten, ein Handwagen in moderner Form

Spätestens beim ersten Ausflug fragt ein Kind: Warum heißt der eigentlich Bollerwagen? Die Antwort ist einfach – und hörbar.

Es bollert

„Bollern“ ist ein norddeutsches Wort für poltern, rumpeln, dumpf krachen. Man kennt es von einem Kachelofen, in dem das Feuer „bollert“, oder von jemandem, der an die Tür „bollert“. Ein Handwagen mit Holz- oder eisenbeschlagenen Rädern, schwer beladen über Kopfsteinpflaster gezogen, macht genau dieses Geräusch. So kam er zu seinem Namen.

Das erklärt auch, warum „Bollerwagen“ vor allem im Norden Deutschlands zu Hause ist. Mit den großen Faltwagen auf Gummirädern hat sich der Name dann im ganzen Land verbreitet.

Handwagen, Leiterwagen, Blockwagen: die anderen Namen

Je nach Gegend heißt dasselbe Gefährt anders:

  • Leiterwagen – nach den leiterartigen Seitenwänden der klassischen Holzwagen, verbreitet im Süden und in der Mitte Deutschlands.
  • Handwagen oder Ziehwagen – nüchtern nach seiner Funktion.
  • Blockwagen – vor allem im Raum Berlin.
  • Bollerwagen – im Norden, und heute fast überall für die faltbaren Modelle.

Vom Arbeitsgerät zum Ausflugswagen

Handwagen gibt es, seit es Räder gibt. Über Jahrhunderte waren sie Arbeitsgeräte: für Holz, Kartoffeln, Milchkannen und den Umzug. Zum Ausflugsgefährt wurden sie mit Traditionen wie der Kohlfahrt im Winter und der Vatertagstour im Frühjahr, bei denen der Bollerwagen die Getränke trägt.

Heute sind die meisten neu gekauften Bollerwagen faltbar, aus Stahl oder Aluminium mit Stoffkorb, und transportieren vor allem Kinder und Picknick. Gebollert wird trotzdem noch – nur leiser. Welche modernen Modelle sich bewähren, zeigen unsere Praxistests.

Passende Modelle aus unseren Tests